Onkologie
Die Onkologie ist die Lehre der Entstehung, Verhütung und vor allem der Behandlung von Tumorkrankheiten.
Tumorkrankheiten können je nach Tumorart, Lokalisation und Tumorstadium chirurgisch (durch Operation), medikamentös (z.B. durch Chemotherapie), radiologisch (durch Strahlentherapie) bekämpft werden.
Der Medizinische Onkologe ist einerseits für die Koordination zwischen den verschiedenen Spezialitäten und dem Hausarzt zuständig. Er berät in dieser Funktion auch andere Spezialärzte und Patienten über mögliche Abklärungsschritte bei Verdacht auf Tumorkrankheit oder bei gesicherter Krebserkrankung und kennt die Möglichkeiten und Chancen der verschiedenen Tumorbehandlungsarten. Seine Haupttätigkeit andererseits ist die medikamentöse Behandlung von Tumorkrankheiten: heute stehen ihm hier die Chemotherapie, die Hormontherapie und neuerdings die Behandlung mit Monoklonalen Antikörpern zur Verfügung: die Wahl der Behandlungsmethode hängt von vielen Umständen ab, die individuell abgewogen werden müssen.
Chemotherapie
So nennt man die Tumorbehandlung mit Medikamenten, welche die Teilung von Tumorzellen hemmen. Zurzeit verfügen wir über mehr als 60 solcher so genannter Zytostatika. Zytostatika können eingesetzt werden, um eine Tumorkrankheit zu heilen (kurativ), sie kommen aber auch zum Zug wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist und eine Beschwerdelinderung das Hauptziel ist. Zytostatika haben wie alle Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen. Es gehört zur Aufgabe des Medizinischen Onkologen diese genauestens zu kennen und zusammen mit dem Patienten in jedem Einzelfall Nutzen und Risiken einer Chemotherapie abzuschätzen.
Hormontherapie
Das Wachstum gewisser Krebsarten kann hormonabhängig sein. Dies trifft vor allem auf Brust-, Gebärmutter und Prostatakrebs zu. Hier besteht die Möglichkeit die Wirkung der Hormone auf das Tumorwachstum medikamentös zu beeinflussen. Hormontherapien können für sich alleine oder zusammen mit einer Chemotherapie eingesetzt werden. Im Gegensatz zu den Chemotherapien werden Hormontherapien oft jahrelang eingesetzt.
Monoklonale Antikörper
Seit kurzem sind Medikamente auf der Grundlage von monoklonalen Antikörpern verfügbar. Ein Antikörper ist ein Bestandteil des Abwehrsystems. Er hat die Aufgabe, ein bestimmtes Antigen zu suchen. Antigene sitzen auf der Oberfläche einer jeden Zelle – auch der Tumorzelle. Der Antikörper hackt sich am Antigen fest. Dank des Antkörpers erkennt nun das Abwehrsystem diese Zellen und kann sie zerstören oder blockieren. Diese Behandlungsart steckt zwar noch in den Anfängen, wir rechnen aber damit, dass sie in den nächsten Jahren zu weiteren entscheidenden Fortschritten in der Krebsbehandlung führen wird.
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