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Diabetes mellitus

Die Zahl der Diabetiker steigt ständig. Die Behandlung erfordert Geduld und Ausdauer von Seiten der Betroffenen. Sie müssen ihre Krankheit selbst behandeln lernen. Die Betreuung in einem Team (Diabetologe, Diabetesfachberaterin, Ernährungsberatung) ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Diabeteseinstellung.

Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) heisst „honigsüsser Durchfluss“.
Der Begriff deutet auf ein seit Jahrtausenden bekanntes Anzeichen dieser Stoffwechselstörung hin, nämlich das Ausscheiden von Zucker im Urin bei erhöhten Zuckerwerten im Blut.

Diabetes bedeutet, dass der Körper entweder gar kein oder nicht ausreichend Insulin bildet, bzw. dass das vorhandene Insulin nicht richtig wirken kann.
Insulin spielt bei der Regulation des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle. Es wird von den sogenannten β-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und in den Blutkreislauf abgegeben. Insulin ist ein Hormon (Botenstoff), welches ermöglicht, dass Traubenzucker (Glukose) in die Körperzelle hinein gelangen und dort in Energie für den Körper umgewandelt werden kann.
Insulin regelt die Verwertung von weiteren Nahrungsbestandteilen wie Eiweiss und Fett.
Insulin sorgt dafür, dass überschüssiger Zucker in Muskeln und Leber gespeichert werden kann.
Es reguliert die Zuckerspeicherung, die Zuckerneubildung und die Zuckerabgabe aus der Leber in den Blutkreislauf.
Fehlt Insulin ganz, ist zu wenig Insulin vorhanden, oder kann es nicht richtig wirken, kann der Zucker nicht oder nur teilweise in die Körperzellen gelangen. Dort herrscht ein Energiemangel, während der Zuckergehalt im Blut zu hoch ist.

Welche Diabetestypen gibt es?

Wir unterscheiden heute verschiedene Diabetestypen. Allen gemeinsam ist die Hyperglykämie, das bedeutet zu viel Zucker im Blut:

  • Beim Typ 1-Diabetes werden die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch eine Fehlsteuerung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) zerstört. Es kann kein Insulin mehr produziert werden. Menschen mit Typ 1-Diabetes müssen daher von Beginn an Insulin spritzen.
  • Beim Typ 2-Diabetes produziert der Körper noch eigenes Insulin, das aber nicht richtig wirken kann. Die Bauchspeicheldrüse versucht, die verminderte Wirkung auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin produziert. Diese Mehrbelastung führt auf Dauer zur Erschöpfung der körpereigenen Insulinproduktion. Typ 2-Diabetes ist die häufigste Diabetesform.
  • Durch eher seltene Erkrankungen kann es zu einem Ansteigen des Zuckers im Blut kommen.
  • Der Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) tritt nur in der Schwangerschaft auf und endet mit der Entbindung. Im Verlaufe der Schwangerschaftswoche produziert der Körper verstärkt Hormone, die dem Insulin entgegenwirken. Durch die somit verminderte Wirksamkeit des Insulins kann der Zucker nur unzureichend von der Körperzellen aufgenommen werden. Dadurch steigt der Zuckerspiegel im Blut.

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03.01.2012